Schadstoffklassen und Euronorm: Von Euro 1 bis Euro 5

Die Schadstoffklasse eines Fahrzeugs spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um die Umweltverträglichkeit von PKW, LKW und Bussen geht. In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern bestimmen diese Klassen – oft auch als Schadstoffklassen bezeichnet – über die Umweltplakette, die Zulassung in bestimmten Umweltzonen und sogar mögliche Fahrverbote. Doch wie entsteht eine Schadstoffklasse? Welche Kategorien gibt es, und welche Abgasnorm ist für dich relevant?

Was ist die Schadstoffklasse und warum ist sie so wichtig?

Die Schadstoffklasse legt fest, wie umweltverträglich dein Fahrzeug hinsichtlich seiner Abgasemissionen ist. Dabei orientieren sich die Behörden in Deutschland und der EU an den Abgasnormen Euro 1 bis hin zur neuesten Euro 7-Norm, die stufenweise in Kraft treten.

  • Warum ist das wichtig?
    1. Zugang zu Umweltzonen: In vielen Städten gelten inzwischen strenge Regeln. Wer nur Euro 1 oder schlechter besitzt, darf oft nicht in bestimmte Innenstadtbereiche fahren.
    2. Umweltplakette: Die Farbe dieser Plakette (gelb, rot oder grün) richtet sich nach der Schadstoffklasse. Die grüne Plakette ist in der Regel Fahrzeugen mit besseren Abgaswerten vorbehalten (z. B. Euro 4, Euro 5 oder Euro 6).
    3. Langfristige Vorteile: Um zukünftigen Fahrverboten zu entgehen, lohnt es sich zu wissen, wie deine Schadstoffklasse eingestuft ist und welche Abgasnorm dein Fahrzeug erfüllt.

Schadstoffklassen – Von Euro 1 bis Euro 7

Die Schadstoffklassen sind grundsätzlich an die Abgasnormen Euro gebunden. Offiziell heißen sie „Euro 1, Euro 2, Euro 3, Euro 4, Euro 5, Euro 6, Euro 7“ usw. oder in römischen Ziffern (zum Beispiel Euro I bis Euro VI). Die Schadstoffklasse ist also ein Synonym für die jeweiligen Abgasgrenzwerte, die ein Fahrzeug einhalten muss.

  • Abgasnormen Euro 1: Ursprünglich für ältere Fahrzeuge (Baujahre 90er).
  • Abgasnorm Euro 6d: Aktuell sehr relevant, vor allem für Neufahrzeuge.
  • Euro 7-norm: Wird bereits heiß diskutiert und soll in absehbarer Zeit verschärfte Grenzwerte einführen.

Sechs verschiedene Schadstoffklassen für schadstoffarme Autos?

Oft hört man von „sechs verschiedenen Schadstoffklassen für schadstoffarme Autos“ – damit sind in der Regel die Euro-Normen Euro 1 bis Euro 6 gemeint. Tatsächlich wurde das System aber weiter verfeinert:

  • Euro 6d-temp, Euro 6d-temp-evap-isc oder Euro 6d-isc-fcm sind Unterstufen der Abgasnorm Euro 6.
  • Bald kommt die Euro 7-norm hinzu.

Dass es immer wieder neue Stufen gibt, liegt an den weiterentwickelten Testverfahren und den ständig sinkenden Stickoxid– und Feinstaubgrenzwerten.

Die Entwicklung der Abgasnormen Euro 1 bis Euro 7

Im Laufe der Zeit wurden die Abgasnormen Euro 1 bis Euro 7 (mit all ihren Unterstufen) eingeführt, um die Emissionen von Benziner– und Diesel-Fahrzeugen zu reduzieren. Für Hersteller bedeutet das, ständig in neue Technologien zu investieren, damit die Fahrzeuge weniger Stickoxid, CO₂ und andere schädliche Stoffe ausstoßen. Für dich als Halter oder Käufer sind jedoch vor allem folgende Fragen entscheidend:

  1. Welcher Norm Euro unterliegt mein Fahrzeug?
  2. Darf ich damit noch in sämtliche Umweltzonen fahren?
  3. Welche Steuer- oder Kostenersparnisse sind mit einer besseren Schadstoffklasse verbunden?

Abgasnormen Euro 1 – Pionier einer neuen Ära

Die erste verbindliche EU-weite Emissionsregel, die sogenannte Euro 1, kam in den 90er Jahren auf. Viele ältere Fahrzeuge sind noch nach diesem Standard zertifiziert – oder haben sogar Euro 1 oder schlechter, also Euro 00.

  • Euro 00 klassifiziert: Manche Fahrzeuge älterer Baujahre fallen gar nicht in die offizielle Einstufung und gelten damit formal als Euro 1 oder schlechter. Oft bedeutet dies starke Einschränkungen im Straßenverkehr.
  • Verbesserung von Euro 1: In Ausnahmefällen kann man ältere Motoren umrüsten (z. B. Katalysator-Nachrüstung), sodass eine Euro 1 auf Euro 2-Einstufung oder noch besser möglich wird. Diese Euro 2 möglich-Umrüstung ist allerdings nur bedingt rentabel.

Euro 2 – Ein wichtiger Fortschritt für Benziner und Diesel

Die Abgasnorm Euro 2 war bereits ein Schritt nach vorn. Wer sein Fahrzeug in den späten 90ern bis Anfang 2000er zugelassen hat, könnte hier eingestuft sein.

  • Schadstoffklasse Euro 2 bedeutete strengere Grenzwerte als Euro 1.
  • Dank verbesserter Katalysatoren, optimierter Motorsteuerung und effizienterer Verbrennung sank der Stickoxid-Ausstoß deutlich.

Euro 3 und Euro 4 – Stufenweise Verschärfungen

Euro 3 und Euro 4 traten in den frühen 2000ern in Kraft und erhöhten den Druck auf Fahrzeughersteller weiter. Damit sollten Dieselrußpartikel, Feinstaub und Stickoxide weiter reduziert werden. Auch für Benziner gab es strengere Vorschriften.

  • Schadstoffklasse Euro 3: Typisch für Fahrzeuge, die etwa Anfang der 2000er zugelassen wurden.
  • Schadstoffklasse Euro 4: Etablierte sich ab Mitte der 2000er. Viele Autos mit dieser Norm können die grüne plakette erhalten und dadurch in die meisten Umweltzonen einfahren.

Abgasnorm Euro 5 – Erste Dieselpartikelfilter-Pflicht

Euro 5 brachte eine markante Veränderung, vor allem für Diesel-PKWs. Die Einführung von Dieselpartikelfiltern wurde fast flächendeckend zur Pflicht.

  • Wer ein Fahrzeug besitzt, das nach Euro 5 eingestuft ist, kann in der Regel ohne Probleme in alle Umweltzonen einfahren – zumindest solange dort nicht spezifische Diesel-Fahrverbote bestehen.
  • Schadstoffklasse Euro 5 oder 6: Oft wird für moderne Diesel die Einstufung in Euro 5 als Grundlage genutzt, um sie auf Euro 6 aufzurüsten, falls technisch möglich.

Euro 6 – Die Stufe Euro 6 und ihre Varianten

Die Abgasnorm Euro 6 gilt seit 2014 für neu zugelassene Fahrzeuge. Sie hat in den letzten Jahren viele Unterstufen erfahren, darunter:

  • Euro 6d-temp
  • Euro 6d-temp-evap-isc
  • Euro 6d-isc-fcm
  • Euro 6d (ohne Zusatz)

Diese Abstufungen wurden nötig, weil die Realfahr-Emissionsmessungen (RDE) immer stärker in die Zulassungsverfahren integriert wurden.

  • Schadstoffklasse Euro 6: Der Begriff umfasst alle Unterkategorien. Wenn du jedoch ein brandneues Fahrzeug kaufst, erfüllt es oft bereits die aktuellste Variante, zum Beispiel Euro 6d.
  • Stufe Euro 6 Diesel-Fahrzeuge arbeiten meist mit SCR-Katalysatoren (AdBlue) oder aufwendiger Abgasnachbehandlung, um den Stickoxid-Ausstoß zu verringern.

Euro 7 – Ein Blick in die Zukunft

Die geplante Euro 7-norm soll nochmals strengere Grenzwerte setzen, beispielsweise für Stickoxid (NOx) und Feinstaub. Sie wird voraussichtlich in den kommenden Jahren für alle neu zugelassenen PKW verbindlich.

  • Euronorm Euro 7: Hier könnte es auch strengere CO₂-Vorgaben oder umfassendere Realfahr-Prüfungen geben.
  • Neue Modelle auf dem Markt müssen diese Standards voraussichtlich erfüllen, wenn die Norm offiziell in Kraft getreten ist.
Siehe auch  Kfz-Steuer: So berechnest du deine Jahresabgabe

Wie ermittle ich die Schadstoffklasse meines Fahrzeugs?

Um herauszufinden, in welche Schadstoffklasse dein Auto, Motorrad oder Nutzfahrzeug eingestuft ist, musst du einen Blick in die Zulassungsbescheinigung Teil I (umgangssprachlich auch „Fahrzeugschein“) werfen.

Schlüsselnummer im Fahrzeugschein – Feld 14.1 und mehr

  • Feld 14.1: Hier findest du den Emissionsschlüssel. Anhand bestimmter Ziffern- und Buchstabenkombinationen kannst du deine Schadstoffklasse ermitteln.
  • Schlüsselnummer: Zusätzlich gibt es eine Schlüsselnummer (TSN) in Feld 2 oder 2.2 (je nach Dokumentversion), die Aufschluss über die Abgasnorm gibt.

Wenn dir das zu kompliziert ist, kannst du dich an offizielle Quellen wenden oder online Datenbanken nutzen, in die du deine Schlüsselnummer eingibst. Darüber findest du in Sekundenschnelle heraus, ob dein Fahrzeug unter Euro 4, Euro 5, Euro 6 oder vielleicht nur Euro 3 fällt.

Ermittle deine Schadstoffklasse mit Online-Tools

Mehrere Webseiten und Apps bieten eine kostenlose Ermittlung der Schadstoffklasse an. Du gibst dort:

  1. Marke und Modell deines Fahrzeugs ein.
  2. Baujahr und Motorvariante (Benzin/Diesel).
  3. Die Schlüsselnummer aus dem Fahrzeugschein.

Das Tool verrät dir, ob du beispielsweise Schadstoffklasse euro 3, Schadstoffklasse euro 4 oder sogar Euro 1 oder schlechter hast. So kannst du auch ausschließen, ob dein Wagen womöglich falsch eingestuft wurde.

Welche Bedeutung hat die Schadstoffklasse für Umweltplakette und Umweltzonen?

Wenn wir in Deutschland von Umweltzonen reden, denken viele sofort an die Umweltplakette (rote, gelbe oder grüne Plakette). Tatsächlich ist diese Plakette ein sichtbares Symbol deiner Schadstoffklasse.

Grüne Plakette für Euro 4, Euro 5 und Euro 6

In den meisten deutschen Städten darfst du nur fahren, wenn du mindestens eine grüne Plakette hast. Diese bekommst du in der Regel, wenn dein Fahrzeug mindestens die Abgasnorm Euro 4 erfüllt. Das heißt:

  • Euro 4: Grüne Plakette
  • Euro 5: Grüne Plakette
  • Euro 6: Grüne Plakette

Fahrzeuge mit Euro 3 oder schlechter bekommen eine gelbe (Euro 3) oder rote Plakette (Euro 2) – diese sind aber heutzutage nahezu überall ausgeschlossen.

Umweltzonen in anderen Ländern

Auch im Ausland gibt es entsprechende Regelungen. In Frankreich existiert das Crit’Air-System, in Österreich die sog. Abgasplakette, in Italien ZTL-Zonen usw. Oft gelten ähnliche Abgasnormen, doch solltest du dich vor dem Grenzübertritt informieren, ob deine Schadstoffklasse ausreichend ist.

Kann man die Schadstoffklasse verbessern?

Du fragst dich, ob du von Euro 1 auf Euro 2 wechseln kannst? Tatsächlich gab es in den frühen 2000er Jahren Programme, bei denen eine Umrüstung möglich war, etwa durch einen Katalysator-Nachrüstsatz. Allerdings lohnt sich das heute oft nicht mehr, da viele ältere Fahrzeuge wirtschaftlich keinen Sinn machen, kostspielige Umrüstungen zu finanzieren.

Falsche Schadstoffklasse – Wann Korrekturen möglich sind

Es kommt gelegentlich vor, dass in der Zulassungsbescheinigung Teil I ein falscher Emissionscode hinterlegt ist. Dann solltest du schnellstmöglich den zuständigen Zulassungsbehörden die korrekten Nachweise bringen (z. B. Gutachten vom TÜV), um die Einträge zu korrigieren.

  • Vorsicht: Eine fehlerhafte Einstufung kann bedeuten, dass du unrechtmäßig eine geringere Kfz-Steuer oder unzulässige Privilegien genießt. Das kann zu Nachzahlungen führen – oder zu Problemen bei Kontrollen in Umweltzonen.

Lohnt sich ein Partikelfilter-Nachrüstsatz?

Gerade Diesel-Fahrzeuge nach Euro 1, Euro 2 oder Euro 3 können manchmal durch einen zusätzlichen Partikelfilter auf die nächste Stufe gehoben werden. Trotzdem ist der Effekt überschaubar. Prüfe im Vorfeld, ob die Investition möglicherweise teurer ist als ein Gebrauchtwagenkauf mit besserer Schadstoffklasse (z. B. ein Diesel Euro 5).

Überblick über die wichtigsten Euro-Normen

Unten findest du eine kompakte Tabelle, die die gängigsten Abgasnormen Euro zusammenfasst. Bitte beachte, dass es weitere Unterkategorien (z. B. Euro 6d-temp-evap-isc, Euro 6d-isc-fcm) gibt und genaue Emissionsgrenzwerte je nach Fahrzeugklasse (z. B. LKW und Busse) variieren können.

Euro-Norm Einführungsjahr (ca.) Typische Einstufung Beispiel Plakette
Euro 1 1992 Alte Fahrzeuge, oft Katalysator Ältere Benziner ohne geregelten Kat Rot/Gelb (selten)
Euro 2 1996 Verbesserung von Euro 1 Erste Diesel mit einfachem Kat Rot/Gelb
Euro 3 2000 Strengere Emissionswerte Diesel/ Benziner mit modernerer Abgasreinigung Gelb/Grün (je nach CO₂)
Euro 4 2005 Neue Grenzwerte, Feinstaub Viele Kompakt-PKW aus den 2000ern Grüne Plakette
Euro 5 2009 Dieselpartikelfilter Pflicht Diesel-PKW ab ca. 2009, reduzierte Stickoxide Grüne Plakette
Euro 6 2014 Noch strengere NOx-Werte Diesel mit SCR-Kat, AdBlue etc. Grüne Plakette
Euro 6d(-Temp) 2017–2021 Real Drive Emissions (RDE) Sehr moderne Modelle, Benzin & Diesel Grüne Plakette
Euro 7 Zukunft Voraussichtlich ab 2025/26 (Noch in Planung, weitere Reduktion NOx u. a.) Offen

Hinweis: Die römischen Ziffern von Klasse Euro I bis Euro VI werden teils in technischen Dokumenten genutzt (z. B. Klasse Euro VI statt Euro 6), vor allem für LKW und Busse. In der Zulassungsbescheinigung Teil I findest du meist aber die arabische Ziffer (Euro 6).

Strafen und Kosten bei niedriger oder falscher Schadstoffklasse

Besitzt du einen alten Diesel mit Euro 1 und willst in eine Großstadt mit Umweltzonen fahren, kann es dir passieren, dass du dort gar nicht mehr einfahren darfst. Wer es trotzdem tut, riskiert teils hohe Bußgelder, die schnell auf 100 Euro oder sogar 1.500 Euro klettern können, je nach Regelverstoß.

Ebenso kann die Kfz-Steuer für alte Diesel ohne Partikelfilter deutlich höher ausfallen als für modernere Fahrzeuge mit Schadstoffklasse Euro 5 oder 6. Manche Länder erheben zudem eine City-Maut oder Gebühren für geringere Klassen.

Beispiele für mögliche Sanktionen

  1. Fahren ohne gültige Plakette in einer Umweltzone: Bußgeld von rund 100 Euro.
  2. Verstoß gegen Diesel-Fahrverbot (z. B. in einigen Straßenabschnitten): Bußgeld variiert, kann jedoch mehrere Hundert Euro betragen.
  3. Falsche Schadstoffklasse in den Papieren: Hier drohen Nachzahlungen und potenziell Strafen, wenn du wissentlich unzutreffende Angaben machst.
Siehe auch  Die besten Apps für Autofahrer

20 Euro, 1.500 Euro & Co. – Welche Beträge sind realistisch?

Je nach Region und Stadt kann das Bußgeld sehr schwanken. In manchen Gebieten drohen Strafen von 20 Euro bei geringfügigem Verstoß (z. B. falsches Befahren einer Umweltspur). Schwere Verstöße oder wiederholtes Ignorieren der Vorschriften können bis zu 1.500 Euro kosten. Informiere dich daher stets vor der Einfahrt in Umweltzonen.

Schadstoffklasse und Finanzielle Vorteile – Wann du sparen kannst

Schadstoffklasse ist nicht nur ein Thema für Umweltschützer. Auch finanziell kann es Vorteile bringen, wenn du eine bessere Abgasnorm (z. B. Euro 6e oder Euro 6d) hast:

  1. Weniger Kfz-Steuer: In Deutschland richtet sich die Höhe der Steuer unter anderem nach dem CO₂-Ausstoß und der Art des Motors (Benzin oder Diesel). Ein Fahrzeug mit moderner Abgasnorm Euro 6d hat meist einen niedrigeren CO₂-Ausstoß als ein alter Diesel, was Steuervorteile bedeuten kann.
  2. Wertstabilität: Fahrzeuge mit hoher Schadstoffklasse (z. B. Euro 6d oder Euro 6d-temp) werden auf dem Gebrauchtwagenmarkt oftmals besser bewertet, da sie zukunftssicherer sind.
  3. Regionale Förderungen: In manchen Städten gibt es Förderprogramme für neue, saubere PKW mit Euro 6d-temp. Vergleiche hierzu die Regelungen deiner Region.

Tipps für die Praxis – Worauf du achten solltest

Prüfe stets die Abgasnorm beim Fahrzeugkauf

Wenn du einen Gebrauchten kaufst, wirf immer einen Blick in den Fahrzeugschein. Sieh nach, ob das Auto wirklich Euro 5 oder Euro 6 erfüllt. Verkäufer machen manchmal unklare Angaben. Mit der Schlüsselnummer kannst du online abgleichen, welche Schadstoffklasse tatsächlich hinterlegt ist.

Diesel mit Euro 5 oder 6 – Was ist besser?

Euro 5-Diesel können noch von künftigen Fahrverboten betroffen sein, denn viele Städte erwägen, Fahrverbote auf ältere Diesel auszuweiten. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt auf Euro 6d oder mindestens Euro 6. Dann sind die Umweltzonen meist kein Problem, sofern sich die Vorschriften nicht weiter drastisch verschärfen.

Verschiedenen Schadstoffklassen eingestuft – Achte auf Details

Gerade bei gebrauchten Import-Fahrzeugen kann es sein, dass sie in ihrem Ursprungsland eine andere Einstufung hatten. In Deutschland musst du diese Schadstoffklasse aber eindeutig nachweisen (z. B. durch offizielle Dokumente). Der kleine Unterschied in der Schlüsselnummer kann darüber entscheiden, ob du die grüne Plakette bekommst oder nicht.

Wann müssen alle neu zugelassenen PKW eine Abgasnorm Euro 6d erfüllen?

Seit 2018 und den folgenden Jahren gab es mehrere Übergangsfristen, in denen neue Modelle bestimmte Mindestnormen erfüllen mussten. Irgendwann wurde Euro 6d zur Pflicht bei sämtlichen Neuzulassungen. Auch die Euro 6d-temp-Phase war nur befristet. Nach Ablauf dieser Fristen gilt:

  • Müssen alle neu zugelassenen PKW ab einem bestimmten Datum mindestens Euro 6d erfüllen? Ja, das war der schrittweise Übergang.
  • Abgasnorm Euro 6d ist jedoch nicht das Ende der Fahnenstange – die Euro 7-norm folgt.

Darum bestimmt die Schadstoffklasse deinen Mobilitätsradius

Wer in Zukunft noch uneingeschränkt in Umweltzonen unterwegs sein möchte, sollte zumindest Euro 5 oder Euro 6 haben. In vielen Städten wird bereits über strengere Einfahrrestriktionen diskutiert.

  • Ein Diesel Euro 1 bis Euro 6 variiert stark in der erlaubten Nutzung.
  • Schadstoffklasse euro 4 galt jahrelang als sicher, wird aber in einigen Großstädten bereits nicht mehr akzeptiert (z. B. Frankfurt oder Stuttgart, wenn Diesel-Fahrverbote in Kraft treten).

Dein individueller Mobilitätsradius kann also stark eingeschränkt werden, wenn deine Schadstoffklasse zu niedrig ist.

FAQ: Häufige Fragen rund um die Schadstoffklasse

Wie erkenne ich, ob mein Fahrzeug Euro 5 oder 6 hat?

Sieh in der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld 14.1 oder in der Schlüsselnummer nach. Alternativ kannst du bei Online-Portalen die Daten zu Marke, Modell und Baujahr eingeben.

Sind Euro 6d-temp-Fahrzeuge noch zeitgemäß?

Ja, Euro 6d-temp ist eine Vorstufe zu Euro 6d. Beide gelten als relativ modern. Wenn du ein Abgasnorm euro 6d-konformes Modell hast, bist du auf dem neuesten Stand.

Was passiert, wenn ich in einer Umweltzone ohne grüne Plakette fahre?

Du riskierst ein Bußgeld von in der Regel 100 Euro plus Bearbeitungsgebühren. In manchen Kommunen kann es jedoch teurer werden.

Warum wird die Euro 7-norm eingeführt?

Mit Euro 7 will die EU weitere Emissionsreduktionen erzielen, insbesondere bei Stickoxid und Feinstaub. Dies soll den Klimaschutz und die Luftreinhaltung fördern.

Woher weiß ich, ob mein Diesel nachgerüstet werden kann?

Informiere dich beim Hersteller oder in Fachwerkstätten. Manche Diesel (z. B. Euro 5) lassen sich mit SCR-Kats nachrüsten, um den Stickoxid-Ausstoß zu reduzieren. Ob es sich rechnet, ist eine Einzelfallentscheidung.

Was ist „Euro 00 auf Euro 1“?

Das bezeichnet die Umstellung von einem Fahrzeug ohne jegliche Euro-Einstufung (teils als Euro 00 deklariert) auf die Euro 1-Einstufung – früher manchmal durch einen nachgerüsteten Katalysator möglich.

Fazit – Warum deine Schadstoffklasse zählt

Die Schadstoffklasse ist zu einem entscheidenden Faktor für deine uneingeschränkte Mobilität geworden. Immer mehr Umweltzonen, strengere Abgasnormen Euro 1 bis Euro 7 und die steigende Bedeutung der Luftreinhaltung sorgen dafür, dass ältere Fahrzeuge es zunehmend schwer haben.

  • Schadstoffklasse entscheidet über den Zugang zu Innenstädten, mögliche Fahrverbote und erhöhte Kfz-Steuern.
  • Eine bessere Abgasnorm (z. B. Euro 6d) steigert die Zukunftssicherheit und den Wiederverkaufswert deines Wagens.
  • Wenn du ein älteres Modell besitzt, kann eine Umrüstung (z. B. Euro 1 auf Euro 2) in Ausnahmefällen sinnvoll sein, ist aber häufig teuer.

Egal, ob du Benziner, Diesel oder ein alternatives Antriebskonzept fährst: Achte auf die Zulassungsbescheinigung Teil I, kontrolliere Feld 14.1 und die Schlüsselnummer und ermittle deine Schadstoffklasse, um mögliche Überraschungen bei Kontrollen oder in Umweltzonen zu vermeiden. Denke immer daran: Je höher (also je aktueller) die Abgasnorm, desto besser für dich, deinen Geldbeutel und die Umwelt.